Kulturstätten in Bad Salzungen

IMG_0306In Bad Salzungen und rund um Bad Salzungen gibt es zahlreiche Kulturstätten. Hoch droben auf dem Burgfelsen über dem Burgsee thront die Schnepfenburg, einst eine alte Wallburg – eine Fliehburg für die Talsiedler in Notzeiten. Später wurde dann an diesem Ort eine Herrenburg errichtet, die nach einem Stadtbrand 1768 zerstört wurde. Der heutige klassizistische Bau wurde 1792 errichtet und beheimatet jetzt das Amtsgericht. Hier auf der Schnepfenburg nahm auch die Stadtmauer ihren Anfang und schloss sich ihr Ring. Der Ring um die Burg war eine wuchtige bis zu 8 m hohe Mauer, die mit Eichenbohlen belegt war und sogar eine Ziegelbedachung aufwies. Vier Tore, nach außen vorspringend, bildeten den Zugang zur Stadt. Am Seefelsen beginnend umschloss die Mauer Burg und Stadtkirche.

Eines der markantesten Wahrzeichen der Stadt Bad Salzungen ist die evangelische Stadtkirche. In den Chroniken wird die Kirche „ Sankt Simplicius“ auf dem Burgberg 1112 das erste Mal erwähnt. Nach dem verheerenden Stadtbrand 1786 wurde sie vollständig wieder aufgebaut. Organisten aus aller Welt kommen hierher, um auf der berühmten Reger-Sauer-Orgel spielen zu können. 1923 wurde die katholische Kirche „Sankt Andreas“ geweiht. Im Inneren der Kirche kann man fränkische Originalbarockaltäre ebenso bewundern wie Figuren des Kirchenpatrons Andreas und des Bruders Konrad von Altötting. Von der Seepromenade kommt man auch in die Sulzberger Straße. Eine Ahnung von einstiger Schönheit vermitteln Bauwerke wie das Fachwerkkleinod Sulzberger Straße/Ecke Braugasse aus dem Jahr 1619. Genau gegenüber macht ein Torbogen mit einem Rundbogenportal mit einem roh gemeißelten Fratzenkopf aus dem Jahre 1626 neugierig. Hier hat einst der Hexenturm gestanden und heute befindet sich hier das „Hufeland“, welches zur Kurklinik gehört.

Mittelalterliche verwinkelte Gässchen und eng aneinander gedrängte Fachwerkhäuschen kann man „An der Silge“ finden, ein Stadtviertel unterhalb des Nappenplatzes. Die Silge floss als Bach früher hier entlang.