Historisches

Im lieblichen Tal der Werra, zwischen den grünen Südhängen des Thüringer Waldes und den eindrucksvollen Bergen der Rhön, liegt die Kur- und Kreisstadt Bad Salzungen.

Bad Salzungen zählt zu den ältesten Solebädern Deutschlands. Mit seinen 1-, 6- und 27 % igen Sole-Heilquellen bietet es die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kur. Schon vor über 2500 Jahren sollen keltische Stämme in der Umgebung der Stadt gesiedelt haben und die zahlreichen Solevorkommen genutzt haben. In einer Schenkungsurkunde des Klosters Hersfeld wird der Ort erstmals 775 als „villa salsunga“ erwähnt. Bereits damals wird in dieser Urkunde auf bereits bestehende Anlagen der Salzgewinnung hingewiesen.

In Bad Salzungen gab es seit 1590 insgesamt 24 Gradierwerke diesseits und jenseits der Werra, von denen einige bis zu 400 m lang und 8 m hoch waren. Die heutige Ostwand des Gradierwerks wurde in den Jahren 1796 – 1797 gebaut . 1901 entstand gegenüber der Ostwand die Westwand. Zur gleichen Zeit baute man einen architektonisch einmaligen Mittelbau im hennebergischen Stil, und verband damit die beiden Gradierwerke. Gegenüber dem Mittelbau konnte 1906 eine Trinkhalle eröffnet werden. In der Mitte des Platzes errichtete man einen Musikpavillon und durch kunstvolle Anpflanzungen entstand eine wunderschöne Anlage – der Gradiergarten.

Ab 1801 begann der Kurbetrieb in Bad Salzungen.

1822 wurde das erste Salzunger Badehaus in der ehemaligen Wohnung eines Salinebeamten eröffnet.

1823 waren 77 Kurgäste in Bad Salzungen, an die 1.020 Bäder abgegeben werden konnten.

Die im Jahre 1833 in Bad Salzungen am Burgsee errichtete Zuckerfabrik wurde 1851 als das erste Salzunger Kurhaus umgebaut.

1897 eröffnete die Kinderheilstätte „Charlottenhall“.

Im Jahr 1911 verzeichnete Bad Salzungen bereits 5000 Besucher.

Seit 1923 darf die Stadt den Namen Bad Salzungen tragen.

1952 wurde Bad Salzungen Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises.

Mit der Bildung des Freistaates Thüringen 1990 wurde die Stadt Verwaltungssitz des Landkreises Bad Salzungen, und seit der Fusion mit dem Nachbarkreis Eisenach im Jahr 1994 ist die Stadt Verwaltungssitz des Wartburgkreises.