Kuranlagen
Typisch für den klassischen Badeort – Stadt und Kuranlagen sind auf angenehme harmonische Weise miteinander verbunden. Der eindrucksvolle Burgsee-eine Oase der Natur inmitten der Stadt- fügt sich ohne Übergang in die ausgedehnte Parklandschaft ein. Der See ist an seiner tiefsten Stelle, unweit des Burgfelsens, 25 m tief. Er hat keinen Zufluss und keine Abfluss, nur eine salzige Quelle an seinem tiefsten Punkt.
Der historische Stadtkern reicht unmittelbar bis an den See heran. Für den Besucher sind es nur ein paar Schritte von der erholsamen Kuratmosphäre bis zum Marktplatz der Stadt und weiter zum Gradierwerk.
Bad Salzungen besitzt eine der attraktivsten und schönsten Kuranlagen Deutschlands. Inmitten des kunstvoll angelegten Gradiergartens steht ein Musikpavillon.
Im Jahr 2000 wurde am Gradierwerk das Keltenbad mit einer großzügigen Badelandschaft und einmalig schön gestalteten Saunen in Bad Salzungen eröffnet.
Das Gradierwerk beinhaltet funktionell die gesamte Palette an technisch möglichen Soleinhalationstherapien (Freiluftinhalation, 5 verschiedene Rauminhalationen, Geräteeinzelplatzinhalation ) mit ganzjähriger Nutzung. Die ganzjährige Nutzung stellt eine Einmaligkeit unter allen Bädern in Deutschland und Europa dar.
Kulturstätten in Bad Salzungen
In Bad Salzungen und rund um Bad Salzungen gibt es zahlreiche Kulturstätten. Hoch droben auf dem Burgfelsen über dem Burgsee thront die Schnepfenburg, einst eine alte Wallburg – eine Fliehburg für die Talsiedler in Notzeiten. Später wurde dann an diesem Ort eine Herrenburg errichtet, die nach einem Stadtbrand 1768 zerstört wurde. Der heutige klassizistische Bau wurde 1792 errichtet und beheimatet jetzt das Amtsgericht. Hier auf der Schnepfenburg nahm auch die Stadtmauer ihren Anfang und schloss sich ihr Ring. Der Ring um die Burg war eine wuchtige bis zu 8 m hohe Mauer, die mit Eichenbohlen belegt war und sogar eine Ziegelbedachung aufwies. Vier Tore, nach außen vorspringend, bildeten den Zugang zur Stadt. Am Seefelsen beginnend umschloss die Mauer Burg und Stadtkirche.
Eines der markantesten Wahrzeichen der Stadt Bad Salzungen ist die evangelische Stadtkirche. In den Chroniken wird die Kirche „ Sankt Simplicius“ auf dem Burgberg 1112 das erste Mal erwähnt. Nach dem verheerenden Stadtbrand 1786 wurde sie vollständig wieder aufgebaut.
Organisten aus aller Welt kommen hierher, um auf der berühmten Reger-Sauer-Orgel spielen zu können. 1923 wurde die katholische Kirche „Sankt Andreas“ geweiht. Im Inneren der Kirche kann man fränkische Originalbarockaltäre ebenso bewundern wie Figuren des Kirchenpatrons Andreas und des Bruders Konrad von Altötting.
Von der Seepromenade kommt man auch in die Sulzberger Straße. Eine Ahnung von einstiger Schönheit vermitteln Bauwerke wie das Fachwerkkleinod Sulzberger Straße/Ecke Braugasse aus dem Jahr 1619. Genau gegenüber macht ein Torbogen mit einem Rundbogenportal mit einem roh gemeißelten Fratzenkopf aus dem Jahre 1626 neugierig. Hier hat einst der Hexenturm gestanden und heute befindet sich hier das „Hufeland“, welches zur Kurklinik gehört.
Mittelalterliche verwinkelte Gässchen und eng aneinander gedrängte Fachwerkhäuschen kann man „An der Silge“ finden, ein Stadtviertel unterhalb des Nappenplatzes. Die Silge floss als Bach früher hier entlang.
Der “Haunsche Hof”
ist eines der ältesten Gebäude in Bad Salzungen. Das Gebäude zeigt die schmückenden Merkmale der Spätrenaissance. Typisch dafür sind die profilierten, eckigen Fenster und der Treppenturm in der Grundform eines halben Achtecks. Sehr reizvoll ist auch das Portal gestaltet, über dem das Doppelwappen der Besitzer thront. Heute befinden sich im Gebäude das Standesamt der Stadt Bad Salzungen, das Restaurant Haunscher Hof“ und der Kulturverein der Stadt. Der Kulturverein bietet vielfältige anspruchsvolle wöchentliche Veranstaltungen im Gewölbekeller oder auf der neu gestalteten Aussenterrasse.
Die Kinderkurklinik “Charlottenhall” ,
ein 1897 unter der Schirmherrschaft von Herzogin Charlotte von Sachsen-Meiningen im hennebergischen Fachwerkstil erbautes Gebäude für arme und bedürftige Kinder zählt zu den schönsten Fachwerkbauten in Bad Salzungen. Heute befindet sich in diesem Gebäude eine Rehabilitationsklinik für Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahren.
Planetarium
Direkt am Burgsee in wunderschöner Umgebung befindet sich das Planetarium. Im Jahr 1984 wurde hier die erste Veranstaltung durchgeführt. Das Herzstück des Planetariums ist ein Projektor aus dem Jahr 1951, der teilweise in Handarbeit von Carl-Zeiss-Jena hergestellt wurde. Im Planetarium gibt es zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Astronomie für Groß und Klein. Monatlich findet ein Sternendinner statt – eine Veranstaltung rund um die Astronomie mit kulinarischen Raffinessen, gestaltet von der Volkshochschule Wartburgkreis mit dem Kurhausrestaurant.
Kunstruine Frankenstein
Nur wenige Wanderkilometer vom Stadtzentrum Bad Salzungen entfernt liegt die Kunstruine Frankenstein, deren Turm einen herrlichen Panoramablick auf die Stadt und die Bergrücken des Thüringer Waldes und der Thüringischen Rhön sowie auf das von ihnen eingeschlossene Werratal bietet.
Erlebnisbergwerk Merkers
An die mehr als hundertjährige Bergbautradition erinnert das im nahen Merkers gelegene Erlebnisbergwerk. 800 Meter unter der Erde faszinieren Salzlagerstätten mit ihren riesigen Salzkristallen. In dem Bergwerk, viele hundert Meter unter der Erde, haben Sie die Möglichkeit, selbst zu erfahren was es heißt Bergmann zu sein. Sie erfahren viel über die Geschichte, die Entwicklung und Tradition des Bergbaus in Merkers. Darüber hinaus überrascht das Bergwerk Merkers seine Gäste mit Attraktionen, die weltweit einzigartig sind. Sie werden mit einem herzlichen “Glück Auf” von erfahrenen Bergleuten begrüßt und durch das Bergwerk geleitet. Es warten Stationen voller Spannung, der hallenartige Großbunker mit dem größten untertägigen Schaufelradbagger der Welt, die Kristallgrotte, ein einzigartiges Naturwunder mit Salzkristallen bis zu einem Meter Kantenlänge und das “Museum zum Anfassen”. Oder schauen Sie im “Goldraum” vorbei. Dort lagerten bei Kriegsende die gesamten Gold- und Devisenbestände der Reichsbank und Kunstwerke von unschätzbarem Wert. Die hier regelmässig durchgeführten Musikveranstaltungen erfreuen sich größter Beliebtheit.
Point Alpha
Ca. 20 km von Bad Salzungen entfernt liegt der ehemalige Observation Point Alpha, der Beobachtungsstützpunkt der US-Streitkräfte an der innerdeutschen Grenze bis 1989. Hier standen sich NATO und Warschauer Pakt vier Jahrzehnte lang Auge in Auge gegenüber. Die dort befindliche Ausstellung sowie die original erhaltenen Grenzanlagen und Rekonstruktionen der Grenze machen Geschichte sichtbar, erlebbar und begreifbar.
Schloss Altenstein
Ein beliebtes Ausflugsziel, ca. 12 km von Bad Salzungen entfernt, ist der Park und das Schloss Altenstein auf einem etwa 160 ha großen Areal. Schloss Altenstein wurde in den Jahren 1888-1890 anstelle eines schlichten barocken Vorgängerbauwerks aus dem Jahre 1736 errichtet. Es ist das letzte große Bauvorhaben, dass von Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen verwirklicht wurde. Es ist ein historisches Schlossgebäude nach englischem Vorbild, dessen Stilwahl einzigartig in Thüringen ist. Die gartenkünstlerische Bedeutung der Altensteiner Anlage reicht weit über die Grenzen Thüringens hinaus. Auf dem Altenstein ist unübersehbar, dass sich in eindrucksvoller Weise der Begriff Landschaftsgarten mit dem Streben nach Natürlichkeit verbunden hat.
Eisenach
Ein weiteres Ausflugsziel ist die ca. 30 km entfernte Stadt Eisenach mit der Wartburg, Lutherhaus, Bachhaus und Burschenschaftsdenkmal.


